Spritzguss

Serienfertigung von Spritzgussteilen: Vom Prototyp zur Serie

Ihr Prototyp funktioniert — aber was kommt danach? Diese Seite zeigt den kompletten Weg in die Serie: die richtige Werkzeugstrategie, realistische Stückkosten, Taktzeiten und die Qualitätssicherung, die Ihre Kunden und Zulieferer erwarten. Ich bereite die Konstruktion fertigungsreif vor und begleite die Produktion technisch — die Fertigung selbst übernehmen spezialisierte Partner in meinem Netzwerk.

Der Weg zur Serie in vier Schritten

01

DFM-Freigabe

Konstruktion auf Spritzguss-Fertigbarkeit prüfen: Entformungsschrägen, Wandstärken, Schwindung, Bindenähte — bevor Geld in ein Werkzeug fließt.

02

Pilotwerkzeug (Alu)

Aluminium-Werkzeug in 3–4 Wochen Fertigzeit. 500–5.000 Teile in serieidentischem Material für Feldtests, Zulieferer-Freigaben und Marketingeinheiten.

03

Freigabe & Serienwerkzeug (Stahl)

Erstmuster-Vermessung (FAI/PPAP), dann das Stahlserienwerkzeug — typisch 6–8 Wochen, ausgelegt auf Standzeiten ab 100.000 Zyklen.

04

Serienlauf & Qualität

Taktzeiten von 30–60 Sekunden pro Teil, laufende Überwachung über CPK-Messungen an kritischen Maßen, Werkzeugpflege und Änderungsmanagement.

Pilotwerkzeug vs. Serienwerkzeug — die Kosten im Vergleich

Richtwerte aus der Praxis (zzgl. gesetzl. MwSt.). Die konkreten Zahlen hängen von Kavitätenzahl, Werkzeugstahl und Oberflächenanforderungen ab — im Projektvergleich liefere ich nebeneinander gepreiste Angebote aus meinem Netzwerk.

KriteriumAluminium (Pilot)Stahl (Serie)Mehrkavitäten (Serie)
Werkzeugkostenab 1.500 €3.000–8.000 € (Einfachwerkzeug)8.000–80.000 €
Fertigzeit3–4 Wochen6–8 Wochen8–12 Wochen
Wirtschaftliche Stückzahl500–5.000 Teileab 10.000 Teileab 50.000 Teile/Jahr
Teilpreis (Richtwert)1–5 € (gehäusetypisch)ab ca. 0,50 € ab 10.000 Stück0,05–0,50 € (kleine Teile)
Standzeitbis ~10.000 Zyklenab 100.000 Zyklenab 100.000 Zyklen

Beispiel aus der Praxis: Ein Kunststoffclip kostet in der Einkavitäten-Form rund 0,12 € pro Stück. Mit einer 8-fach-Form sinkt der Preis auf 0,05 € pro Stück — bei einem Werkzeugpreisaufschlag von nur 5.000 €. Der Break-even liegt bei rund 50.000 Stück.

Qualität, die Ihre Kunden erwarten

  • First Article Inspection nach PPAP/FAI mit Prüfbericht
  • CPK-Messungen an kritischen Maßen über die Laufzeit
  • Vollständige Dokumentation für Ihre QS und Ihre Kunden
  • Änderungsmanagement bei Konstruktionsanpassungen

Ihr Werkzeug, Ihre IP

  • 100 % der IP-Rechte am Werkzeug liegen bei Ihnen
  • Kein Vendor Lock-in — Werkzeug jederzeit verlagerbar
  • Angebote aus Deutschland, Europa und Asien zum Vergleich
  • Ich bin Ihre technische Schnittstelle zum Fertiger

Serie geplant? Sprechen wir über Werkzeugstrategie und Stückkosten.

Der schnellste Einstieg: der First Part — 1.290 € zzgl. MwSt., fertigungsgerechtes CAD in ca. 5 Arbeitstagen. Oder direkt im 30-minütigen Erstgespräch.

Erstgespräch vereinbarenFirst Part — 1.290 €

Häufige Fragen zur Serienfertigung von Spritzgussteilen

Was kostet die Serienfertigung von Spritzgussteilen?

Richtwerte (zzgl. MwSt.): Das Stahl-Serienwerkzeug liegt typischerweise bei 3.000–8.000 € je nach Kavitätenzahl, mehrkavitäre Formen bei 8.000–80.000 €. Die Teilkosten fallen ab Stückzahlen über 10.000 auf rund 0,50 € pro Teil; kleine Teile in Mehrkavitäten-Formen erreichen 0,05 €. Eine konkrete Bewertung inklusive Anbietervergleich erfolgt im Projekt.

Wie lange dauert es vom Prototyp zur Serie?

Realistischer Plan: 3–4 Wochen für das Aluminium-Pilotwerkzeug, 2–4 Wochen Feldtest und Freigabe, dann 6–8 Wochen für das Stahlserienwerkzeug. Insgesamt sind das je nach Umfang etwa 3–4 Monate von der fertigen Konstruktion zum ersten Serienlauf.

Wie läuft die Qualitätssicherung in der Serie?

Standard ist die First Article Inspection nach PPAP/FAI mit Vermessungsbericht, dann laufende CPK-Messungen an kritischen Maßen. So lassen sich Prozesseindeppings erkennen, bevor Ausschuss entsteht. Die Dokumentation bekommen Sie für Ihre QS und Ihre Endkunden.

Wem gehört das Spritzguss-Werkzeug?

Ihnen. 100 % der IP-Rechte am Werkzeug liegen beim Kunden — Sie können die Produktion jederzeit zu einem anderen Fertiger verlagern. Kein Vendor Lock-in.

Ab welcher Stückzahl lohnt sich Spritzguss gegenüber 3D-Druck?

Faustregel: ab etwa 300–500 Teile pro Abnahme amortisiert sich das Pilotwerkzeug. Unterhalb davon sind 3D-Druck oder CNC wirtschaftlicher. Ab 10.000 Teilen sinkt der Stückpreis auf rund 0,50 € — 3D-Druck kann in dieser Größenordnung nicht mehr mithalten.